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Pressestimmen
und einige Meinungen aus dem Publikum |
Musikalische
Schneetherapie
Allgemeine Zeitung (Alzey)
06.12.2011
-
BECHTOLSHEIM
Von Karin Kinast
KONZERT „Ladies Nyght“ präsentiert internationale Weihnachtsklassiker in schillerndem Sound-Gewand
„Oh, what a night!“ - „Was für eine Nacht!“ Unter Glockengeläut zogen die drei Damen von „Ladies Nyght“ in die ausverkaufte Musikhalle ein. Gefolgt von ihrer Weihnachtstraumcombo legten sie mit den ersten Zeilen „Oh yes, it’s Christmas night and the feeling’s right“ das Credo ihrer extravaganten Weihnachtsrevue fest. Mit internationalen Weihnachtsklassikern in schillerndem Soundgewand sorgten die drei Ladies mit verspielter Finesse für einen musikalisch und optisch funkelnden zweiten Advent.
Parodistische Vielfalt der Solostimmen
Auch wenn die Schneebeauftragte Nanni Byl versagt hat, die musikalische „Schneetherapie“ wirkt Wunder. Ob Songs wie „Merry Christmas“ in perfektem Dreigesang oder gefühlvolle Solostücke, immer sorgen die Vokalistinnen mit parodistischer Stimmenvielfalt für Überraschungen. Wunderbar von Nanni Byl interpretiert wird beispielsweise „Last Christmas“. Der Song von George Michael, „der die meiste Gema einspielt“, wird von Elke Diepenbeck humorvoll angekündigt und am Mini-Xylofon mit Klöppeln beiläufig begleitet. Ausdrucksstark und expressiv intoniert sie Joni Mitchells „River“, ein trauriger Song, der die Weihnachtsbotschaft in verrücktem Licht erscheinen lässt. Annika Klar, gebürtige Schwedin, bringt Lieder aus dem hohen Norden mit und beweist mit ihrem „Santa Baby“-Solo ihre Gabe für Comedy.
Die drei wandelbaren Vokalakrobatinnen, im ersten Set in Weiß gekleidet, sorgen nach der Pause mit Blockflötenklängen zum Titel „Snow“ für Straßenmusikatmosphäre. Unter dicken schwarzen Wintermänteln legen die drei Damen sexy rote Kleider frei. Vergnügt verfolgen die Gäste sämtliche Dekorationskniffe. Hinter einem Paravent entwickeln die Verkleidungskünstlerinnen bemützt und mit Handpuppenspiel das Szenario für ein beschwingtes „Rudolph, the RedNosed Reindeer“, von den Musikern mit Geweih-Kopfschmuck unterstützt. Klamaukhaft präsentieren die drei Ladies mit Rasta-Locken-Früchte-Hut den Ohrwurm „Winter Wonderland“ umgedichtet zu „Jamaika Wonderland“ im Reggae-Rhythmus. Von den Vollblutmusikern Gulf Schmid an der Gitarre, Rolf Breyer am Bass und Rainer Dettling am Schlagzeug in allen Parts trefflich begleitet kommen mit dem „Little Drummer Boy“ auch melancholisch-sanfte Klänge auf.
Händel und Mendelssohn in verjazzter Fassung
Auch die Klassikschiene wird bedient. So erklingen Beethovens „Freude, schöner Götterfunken“ sowie Händel und Mendelssohn in fetzig-jazzigem Arrangement. Für Roswitha, die sich als Ur-Bechtolsheimerin auch deutsche Lieder wünscht, gibt es ein Sternsinger-Medley, das in den Weihnachtsjodler mündet. Das Publikum ist nicht zu halten. Unter tosendem Beifall betreten die weiblichen Tausendsassas nochmals die Bühne. Und da „die Musiker schon im Massagesalon sind“, sind sie selbst die Band. Mit Elke an der Gitarre, Nanni an den Drums und Annika am Bass gereicht auch „Feliz Navidad“ zum Unikat. „White Christmas“ in Kimono und Strohhut lässt nochmals aufjauchzen ob der einzigartigen Weihnachtsshow, die vornehmlich durch die beachtliche Stimm- und Gesangsleistung der drei Weihnachtsfrauen begeisterte und trotz Komödiantentum nicht ins Alberne abrutschte.
Latin, Soul und Jazz
Allgemeine Zeitung (Alzey)12.10.2011 - BECHTOLSHEIM
KONZERT Sextett „Ladies NYGHT“ begeistert Publikum in
Bechtolsheim
(red). In der sehr gut besuchten Schützenhalle kehrte für einen Abend
der Sommer zurück, zumindest musikalisch in Gestalt des Ensembles „Ladies
NYGHT“. Bereits zum zweiten Mal gastierte das renommierte Sextett auf
Einladung des Theater- und Carneval-Vereins am Fuße des Petersbergs. Und
wieder wussten die drei Damen - Nanni Byl, Dozentin für Jazzgesang an der
Uni Mainz, Elke Diepenbeck und die Soulsängerin Annika Klar aus Maintal -
das Publikum mit einer rasanten Mischung aus Latin, Soul und Jazz zu
überzeugen.
Mitschnipsen auf zwei und vier
Schon die ersten Zeilen des a Capella vorgetragenen Hits von Kool and the
Gang setzten das Credo des Abends fest. „Oh yes it’s Ladies night and the
feeling’s right. Come on let’s all celebrate“. Ja - dies war ihre Nacht und
das „Feeling“ genau richtig. In nachfolgenden Swingnummern wie „My favorite
things“ oder „Doodlin“ zeigten die drei Ladies und ihre hochmusikalischen
Herren, dass auch Jazz in rheinhessische Beine gehen kann und zum
Mitschnipsen auf zwei und vier animiert.
Annika Klar setzte mit ihrem Gänsehaut erzeugenden Sologesang im
Beatles-Klassiker „Here comes the sun“ Akzente und bestätigt die Vermutung,
dass ein Soul-Gen in Skandinavien heimisch sein muss. Nicht umsonst sorgen
nordische Sängerinnen wie Rebekka Bakken, Silje Nergaard oder Beady Belle in
unseren Breiten für Aufsehen. Und so sorgt Annika Klar nun für frischen Wind
bei Ladies NYGHT.
Aber auch die beiden Kolleginnen wussten sich beindruckend in Szene zu
setzen. Man spürte förmlich die salzige Luft des brasilianischen Strandes
und die Wärme der südamerikanischen Sonne, als Nanni Byl in perfektem
brasilianischen Portugiesisch über die Favela von Rio sang. Ihre Affinität
zur Latinmusik ist unverkennbar und gerade Titel wie „Aguas de Marco“ sind
Höhepunkte des Programms von Ladies NYGHT. Nicht zuletzt in diesen Songs
kommt die Band groovend zur Geltung. Am Schlagzeug sorgt Rainer Dettling für
treibenden Rhythmus, immer kongenial von Rolf Breyer unterstützt. Dieser
überzeugt mehrfach mit furiosen Soli am Elektro- und Kontrabass.
Elke Diepenbeck beweist schließlich eine schier unglaubliche
Stimmvielfalt, ganz gleich, ob sie in Jazzstandards wie „This joint is
jumping“ Trompetenklänge imitiert oder in der wunderschönen Ballade „Love
Junkyard“ für Gänsehaut sorgt. Man spürt immer Authentizität und tiefe
Musikalität. Ihre Blockflöteneinlagen zeugen von profundem Wissen um dieses
Instrument und von einer großen Portion Humor. Überhaupt scheint es ein
Wesenszug der Band zu sein, sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen.
Schwedisches Lied mit afrikanischer Wendung
Alle drei brillieren dann im Sting-Klassiker „Set them free“ und
gestalten selbst nach zwei Stunden hochklassiger Unterhaltung ein
abwechslungsreiches Finale. Selbst einem schwedischen Lied „Snurra moder
jord“ (Dreh dich Mutter Erde), in Rheinhessen bestimmt kaum je zuvor gehört,
wird am Ende eine afrikanische Wendung verpasst, um die Band dann wieder in
südamerikanische Latin-Rhythmen übergehen zu lassen.
Der Versuch, das Konzert mit dem Hit „Mas Que Nada“ zu beenden, war dann
natürlich zum Scheitern verurteilt. Erst nach drei Zugaben, darunter eine
wunderschöne Version von „Guten Abend, Gut’ Nacht“ und nach einigen
„Standing Ovations“ ließen die Bechtolsheimer die Ladies NYGHT von der
Bühne.
Frech
verfremdete
Songs
Allgemeine
Zeitung
(Alzey)
14.12.2010
01:00 Uhr -
BECHTOLSHEIM
Von
Klaus
Mümpfer
LADIES
NYGHT
Damentrio
bietet
dreistimmigen
Weihnachts-Schönklang
in
Bechtolsheim
„I‘m
dleaming
of a
white
Chlistmas“
singen
die
beiden
Chinesinnen
unter
ihren
breiten
Reisstrohhüten
mit
offensichtlicher
Inbrunst,
während
die
dritte
Sängerin
ein Bein
hochwirft
und
skandinavisch
drollig
ihren
Part zur
Dreistimmigkeit
beiträgt.
Das
Komödiantentum,
mit dem
das Trio
„Ladies
Nyght“
in der
ausverkauften
Bechtolsheimer
Musikhalle
Irving
Berlins
Single-Hit
vorträgt,
kennzeichnet
die
gesamte
„Weihnachts-Show“,
in der
die
Virtuosität
des
Gesangs
von Elke
Diepenbeck,
Nanni
Byl und
Annika
Klar
sowie
die
solide,
swingende
Begleitung
des
Gitarristen
Gulf
Schmid,
des
Bassisten
Rolf
Breyer
und des
Schlagzeugers
Rainer
Dettling
hinter
der
Leichtigkeit
der
Präsentation
zurückzutreten
scheint.
„Ich
werde
das
Kostüm
hoffentlich
nicht
zur
Fastnacht
tragen
müssen“,
witzelt
Elke
Diepenbeck,
als sie
mit
roter
Nase und
„Geweih“
ein
beschwingtes
„Rudolf,
the red
nosed
rendeer“
anstimmt.
Der
Ohrwurm
„Winter
Wonderland“
wird für
die
humorvolle
„Weihnachts-Show
anderer
Art“
kurzerhand
in ein
latin-leichtes
„Jamaika
wonderland“
umgedichtet
und
bietet
dem
Gitarristen
den Raum
für ein
glissandoreiches
Solo in
einem
schnellen
Saitenlauf.
Mal
greift
„Multitalent
Diepenbeck“
zur
Blockflöte,
dann
wieder
wie in
George
Michaels
Million-Seller
„Last
Christmas“
zum
Mini-Xylophon.
„Ballädchen
bleiben
immer an
mir
hängen“,
stöhnt
Diepenbeck
lustvoll,
bevor
sie
ausdrucksstark
und
expressiv
Joni
Mitchells
„River“
anstimmt
- ein
Song, in
dem die
kanadische
Folk-Künstlerin
die
Botschaft
von
Freude
und
Frieden
als
„verrückte
Szene“
beschreibt.
Mit
ihren
parodistischen
und
zugleich
faszinierenden
Soundcollagen
im
dreistimmigen
wie im
Sologesang
übertreten
die drei
Sängerinnen
glücklicherweise
nicht
die
Grenze
zur
Albernheit.
In
liebenswerter
Selbstironie
lassen
sie sich
beim
Finale
zur
heiter
vorgetragenen
Melodie
„Es ist
ein Ros
entsprungen“
vom
Gitarristen
„einwickeln“.
Zwischen
die
frech-ironisch
verfremdeten
Songs,
wie das
in
langsamem
Tempo
vorgetragene,
traurige
„Lulli
Lulla“,
das das
Trio
„auf
einem
Papyrus
in einem
mumifizierten
Känguru
in
Australien“
ausgegraben
habe,
streuen
die
Vokalistinnen
pure
Jazz-Standards.
Nanni
Byl
interpretiert
mit
warmer
Altstimme
die
Ballade
„Merry
Christmas
to you“.
Temporeich
und
expressiv
wirbelt
das
Gesangstrio
mit dem
bluesgetränkten
Gospel „God
is
moving“
über die
Bühne.
Diepenbeck,
Byl und
Klar
shouten
durchdringend
und
tragend
zu den
gleißend
angerissenen
Gitarrenlinien
und
groovenden
Bass-Rhythmen.
Dagegen
war das
Lied vom
„Little
drummer
boy“
eher
besinnlich,
das
„Ladies
Nyght“
in
dreistimmigem
Schönklang
zur
filigranen
Melodielinie
der
Gitarre,
den
ostinaten
Bass-Figuren
von
Breyer
und dem
beswingten
Marschrhythmus
des
Schlagzeugers
Dettling
anstimmen.
Die
Kehlkopf-Akrobatinnen
wechseln
mühelos
zwischen
sanfter
Ballade
und
kraftvoll-rockenden
Up-Tempo-Passagen,
skandinavischer
Hymnik
und
swingender
Jazzphrasierung.
Das
Publikum
feiert
die
Künstlerinnen
und ihre
Band
frenetisch.
Wiesbadener
Kurier -
14.12.2009
Mittel gegen
Vorweihnachtsstress
ELTVILLE
Von Claudia
Kroll-Kubin
KONZERT
"Ladies
Nyght" jazzt
und swingt
im
KUZ-Eichberg
/
Adventlicher
Klangcocktail
Im
Vorweihnachtsprogramm
des
Kulturzentrum-Eichberg
(KUZ) sind
sie seit
Jahren ein
Garant für
musikalische
Leckerbissen:
Nanni Byl,
Elke
Diepenbeck
und Barbara
Leah Meyer
verzauberten
als "Ladies
Nyght"
wieder mit
ihrem ganz
speziellen
Weihnachtskonzert
ihre Gäste -
swingend und
groovy,
versteht
sich.
Start mit
Beethoven
"Wir wollen
das Publikum
aus dem
Vorweihnachtsstress
regelrecht
abholen",
sagt Elke
Diepenbeck
kurz vor dem
Auftritt
Backstage.
Die eigene
Weihnachtshektik
symbolisieren
sie dadurch,
dass die
Bühne erst
während des
Konzertes
weihnachtlich
dekoriert
wird. Im
kleinen
Schwarzen
eröffnen die
drei Ladies
mit
Beethovens
"Ode an die
Freude" den
Klangreigen
auf der
Bühne -
begleitet
von den drei
Vollblutmusikern
Rainer
Dettling am
Schlagzeug,
Rolf Breyer
am Bass und
Gulf Schmid
an der
Gitarre.
Melancholisch-sanft
entführen
sie ihr
Publikum mit
dem "Little
Drummer Boy"
in die
besinnliche
Zeit des
Jahres.
Die Gäste
sind
begeistert
und
verfolgen
vergnügt die
Dekorationskniffe,
welche die
Damen beim
Konzert auf
der Bühne
umsetzen.
Kurzerhand
erhält ein
Mikrofonständer
eine goldene
Schleife und
aus zwei
großen
Nikolaussäcken
werden
Geschenke
und
glitzernde
Bänder
gefischt. Es
ist aber
vornehmlich
die
beachtliche
Stimm- und
Gesangsleistung
der
drei
Weihnachtsfrauen,
die
inspiriert.
"Jedes Lied
ist ein
purer
Hörgenuss",
sagen vier
Konzertbesucher
aus
Wiesbaden
verzückt. Ob
einzeln im
Solo, als
Trio oder a
cappella.
Mal bewusst
schrill, mit
der
Lippentrompete
oder mit
fein
intonierten,
präzisen
Jazzvokals.
So überzeugt
die 1995 in
Wiesbaden
gegründete
Gruppe bei
ihrem
Auftritt,
den sie
liebevoll
mit kleinen
Gimmicks
garniert.
[Bild: RMB/Margielsky]
Herrlich
interpretiert
wird
beispielsweise
ein
Weihnachts-titel,
"der die
meiste Gema
einspielt",
wie Elke
Diepenbeck
"Last
Christmas"
von George
Michael
humorvoll
ankündigt.
Und das
Publikum
erlebt einen
faszinierenden
Klangcocktail
mit starken
Solostimmen
und kleinen
Zugaben, wie
das
beiläufige
Klöppeln
eines
Mini-Xylophons.
Eben anders,
"nicht wie
im
Supermarkt,
sondern im
neuen
musikalischen
Gewand", wie
Elke
Diepenbeck
augenzwinkernd
die Antwort
auf die
allgegenwärtige
Kaufhausberieselung
in der
Vorweihnachtszeit
formuliert.
Tragisch-komisch
wird es, als
die Ladies
das
australische
Lied "Lully
Lulla"
singen, das
sie
angeblich in
einem
mumifizierten
Känguru
entdeckt
haben
wollen. Und
bei dem
Gospel "God
is Moving",
drehen die
Damen auf
der Bühne so
richtig auf.
Der Saal
kocht.
Ganz in
weihnachtliches
Rot gehüllt
geht es nach
der Pause
mit
frech-ironischen
Weihnachtsparodien
weiter.
Wobei die
Musikerinnen
den Bogen
nie
überspannen
und weit weg
von albernem
Gaga sind.
Beim
Klassiker "Let
it snow", "Joy
to the
World" von
Georg
Friedrich
Händel und
dem
Peanuts-Song
"Christmas
Time is here"
prasselt der
Szenenapplaus.
Mit "Stille
Nacht"
entlassen
die drei
Weihnachtsladies
ihr Publikum
dann in den
eigenen
Weihnachtsrummel.
Online Musik
Magazin 2006
Ladies Nyght
How To
Fly
Jazziges
Vocal-Crossover
durch die
Hit-Geschichte
Von
Frank Becker
Drei Damen
(Stimme),
drei Herren
(Instrumente)
und eine
interessante
Zusammenstellung
von Stücken
(möglicherweise
die "Favorite
Things" der
Damen) sind
für das neue
Album des
eleganten
Gesangs-Trios
"Ladies
Nyght" eine
gute Option.
Crossover
haben sie
selektiv in
den reichen
Vorrat mehr
oder minder
populärer
Songs aus
Pop, Jazz
und Musical
gegriffen
und eine
recht
pikante
Mischung
zusammengestellt,
die sich
auch als
bekömmlich
erweist.
Da
stehen
Latin-gefärbte
Stücke
wie Edu
Lobos "Upa
Neguinho",
in dem
sich
Nanni
Byl als
veritable
"Brasilera"
präsentiert
und A.C.
Jobims "Favela"
neben
den
klangvollen
Harmonien
von
George
Harrisons
"Here
Comes
The
Sun",
spannt
sich ein
Bogen
vom
frühen
Stride-Titel
"The
Joint Is
Jumpin´"
bis zum
"Love
Junkyard"
von
Rock-Jazzerin
Ricky
Lee
Jones.
Gelegentliche
Anleihen
beim
Sound
und den
Harmonien
der
Andrew
Sisters,
wie in "Sister",
"Old
Cape Cod"
oder "Doodlin´"
sind
nicht zu
überhören
und
gewiß
nicht
zufällig,
doch
auch nur
eine
Facette
des
reichhaltigen
Prismas,
das
Nanni
Byl,
Elke
Diepenbeck
und
Barbara
Leah
Meyer
anzubieten
haben.
Sie
treffen
sehr gut
auch die
Bossa-Harmonien
eines
Sergio
Mendes
oder die
des
Hi-Lo´s
und
Singers
Unlimited-Arrangeurs
Gene
Puerling.
Brillant
unterstützt
von Gulf
Schmidt
als
erstklassigem
Hardbopper
an der
Gitarre,
dem
punktgenauen
Taktgeber
Rainer
Dettling
am
Schlagzeug
und dem
dezenten
Bassisten
Rolf
Breyer
ist ein
überwiegend
ansprechendes,
durchweg
feines
jazziges
Album
gelungen,
dessen
Genuß
nur
gelegentlich
von
unnötigen
Stimm-Spielereien
wie in
"Lovers"
und "I
Hear
Music"
oder dem
unnötigen,
ja
störenden
Kazoo-Solo
in "Sister"
geringfügig
beeinträchtigt
wird.
Aber
Stücke
wie "Old
Cape Cod",
"Here
Comes
The
Sun", "Favela"
oder
Joni
Mitchells
"River"
mit
Barbara
Leah
Meyers
Solo
machen
das
reichlich
wett.
|
Rheingau Echo
21.12.20066
Weihnachtsstimmung
der etwas anderen
Art
Ladies NYGHT im KUZ
/ Jazz und Swing mit
Weihnachtsliedern
aus aller Welt

Drei starke
Frauen schlugen das
Publikum in ihren
Bann.
Eltville.
(hhs) — Sie sind ein
Klassiker im
Jahresprogramm des
KuZ – die drei
Ladies, die seit
mehr als zehn Jahren
ihr ganz spezielles
Weihnachtskonzert
geben. Auch am
Samstag war das
Kulturzentrum auf
dem Eichberg (KuZ)
wieder bis auf den
letzten Platz
gefüllt, als Elke
Diepenbeck und ihre
Kolleginnen zu ihrer
"Ladies NYGHT"
einluden.
Statt des
allenthalben zu
hörenden
"Kommerz-Weihnachtsgedudels"
bot das Trio seine
ganz speziellen
Versionen von
Weihnachtsliedern
aus aller Welt –
darunter Klassiker
wie Beethovens "Ode
an die Freude" oder
"Stille Nacht",
diese aber verjazzt
und fernab jeder
Sentimentalität.
Großartig auch die
Interpretationen von
"Santa Claus is
coming to town", des
"Little Drummer Boy"
oder auch das zum
leicht anrüchigen "Jamaica
Wonderland"
umgetextete "Winter
Wonderland".
Seit den Anfängen
im Jahr 1995 sind
Elke Diepenbeck und
Nanni Byl feste
Größen des
hochkarätigen Trios
– dritte im Bunde
ist nach mehrmaligen
Wechseln
mittlerweile die
Kanadierin Barbara
Leah Meyer.
Beheimatet ist das
Trio in
unmittelbarer
Nachbarschaft des
Rheingaus – Nanni
Byl lebt in
Wiesbaden, Elke
Diepenbeck und
Barbara Leah Meyer
wohnen in Mainz.
Doch es war
keineswegs purer
Lokalpatriotismus,
der die Musikfreunde
in Scharen auf den
Eichberg strömen
ließ. Vielmehr war
es die musikalische
Qualität sowohl der
drei Sängerinnen als
auch der Begleitband
aus Rainer Dettling
(Schlagzeug), Rolf
Breyer (Baß) und dem
"Rheingauer Bub"
Gulf Schmid. Diese
drei "Knechte" – so
Diepenbeck
scherzhaft – hielten
sich zwar dezent im
Hintergrund, doch
saß bei ihnen jeder
Ton.
Während ihrer gut
zweistündigen Show
präsentierten sich
die
Klasse-Sängerinnen
als akustischer wie
auch als optischer
Leckerbissen, im
ersten Teil im
weihnachtlichen Rot
mit Stöckelschuhen
("darin kann man es
nicht länger als 45
Minuten aushalten"),
danach im chicen
Schwarzen. Ob jede
einzelne für sich
als Solistin oder
gemeinsam im Trio,
ob a cappella
(einfach spitze der
"Weihnachtsjodler)
oder begleitet von
den
Instrumentalisten –
jedes Weihnachtslied
war ein Genuß.
Mit viel Jazz und
Blues, gemischt mit
etwas Soul und
Gospel, gaben die
Musikerinnen damit
ihre klangvolle
Antwort auf die
allgegenwärtige
Kaufhausberieselung.
Was noch
beeindruckte: Im
eigentlich viel zu
kleinen Saal des KuZ
kam der Sound
perfekt abgestimmt
an – auch dies ein
Beweis für die hohe
Professionalität der
"Ladies NYGHT".
Niedecken kommt
Was leider nicht
zum großartigen
Konzert paßte waren
die Begleitumstände
im Nebenraum. Im
Gastronomiebereich –
nur durch einen
Samtvorgang vom
"Konzertsaal"
getrennt – stillten
einige Raucher mit
unschöner
Regelmäßigkeit ihre
Nikotinsucht. Daß
sie damit die
anderen Besucher mit
dem Qualm störten
und den Sängerinnen
auf der Bühne das
Leben schwer
machten, schien sie
ebenso wenig zu
stören wie die
Tatsache, daß sie
während der Vorträge
durch den Saal
laufen mußten. Eine
Besucherin verließ
in der Pause
verärgert das
Konzert, nicht ohne
sich schriftlich bei
den Musikerinnen für
den Abgang zu
entschuldigen, der
"absolut nichts mit
den musikalischen
Leistungen zu tun
hatte". Man kann nur
hoffen, daß die
große Politik
endlich zu Potte
kommt und die
Nichtraucher und
vernünftigen Raucher
vor solchen
Ignoranten schützt.
Vielleicht sollten
die Verantwortlichen
um Jürgen
Scheurenbrand
alternativ den Mut
finden, das KuZ zum
rauchfreien Raum zu
erklären. Denn das
ist schon sicher:
Auch im nächsten
Jahr wird es wieder
eine "Ladies
NYGHT"
geben. Bis es soweit
ist, bietet das KuZ
noch einige
hochkarätige
Auftritte wie die
der "Queens of
Spleens" am 12.
Januar oder der
verrückten "U-Bahnkontrollöre"
am 26. Januar und
von Pippo Pollina am
10. Februar. Der
absolute Knaller
aber steht noch in
keinem Programm:
Entweder am 22. März
oder 5. April wird
kein Geringerer als
BAP-Chef Wolfgang
Niedecken Songs von
Bob Dylan spielen.
Weil dann kein Raum
im KuZ groß genug
wäre – und weil
Niedecken nicht ganz
billig ist – kommt
das Kiedricher
Bürgerhaus zum
Einsatz.
Der Patriot -
Lippstadt 07.10.2006
Geballte Frauenpower
Das Gesangstrio
Ladies NYGHT
präsentierte im
Jazzclub eine
mitreißende Mischung
aus Jazz, Blues,
Latin, Soul und Pop
LIPPSTADT Drei
Herren stehen mit
ihren Instrumenten
auf der Bühne, doch
die Musik spielt
woanders. „Oh yeah,
it's ladies night,
and it feels
allright“, erklingt
es mitten aus dem
Publikum. Mit
Funkmikrophonen
ausgestattet, bahnen
sich Nanni Byl, Elke
Diepenbeck und
Barbara Leah Meyer
ihren Weg durchs
Publikum und
betreten das Podium,
um dann so richtig
loszulegen. Bald
steigt auch die Band
ein, und wir sind
mitten in der
„Ladies NYGHT“.So
nennt sich das
stimmgewaltige
Damentrio, das am
Donnerstag im
Lippstädter Jazzclub
zu Gast war, und der
Name ist Programm,
auch wenn keineswegs
nur weibliche
Musikfans den Weg in
die sehr gut
besuchte Werkstatt
gefunden hatten. Die
drei Sängerinnen
setzen auf eine
ebenso elegante wie
eingängige Mischung
aus Jazz, Blues,
Latin, Soul und Pop
und verleihen dabei
Klassikern von
Manhattan Transfer,
Rickie Lee Jones
oder den Beatles ein
ganz neues
Soundgewand.
Das Publikum haben
die drei Powerfrauen
gleich auf ihrer
Seite. Und an den
musikalischen
Qualitäten der drei
Damen und ihrer drei
Begleiter kann es
auch keinen Zweifel
geben. Gleichwohl
wirkt das erste Set
etwas zu glatt und
gleichförmig. Die
Songs schmeicheln
sich ins Ohr und
auch gleich wieder
hinaus. Nur wenige
Songs wie der das
nostalgischen Charme
versprühende „Lazy
River“ der Mills
Brothers ragen etwas
heraus.
Das ändert sich
jedoch im zweiten
und dritten Set
deutlich, hier
zeigen die drei
Ladies wirklich, was
sie drauf haben. Die
Songs werden
abwechslungsreicher,
die Arrangements
interessanter. So
gibt es zum Beispiel
eine sehr schön
arrangierte
melancholische
Version des
George-Harrison-Klassikers
„Here comes the sun“.
Elegische Stücke wie
„Old Cape Cod“
wechseln sich ab mit
mitreißenden
Up-tempo-Nummern wie
dem
hochenergetischen
„Cloud Burst“. Die
drei Damen bleiben
dabei immer in
Bewegung, schwingen
die Hüften und
bitten auch schon
mal den einen oder
anderen Zuhörer zum
Tanz. Irgendwann
schwingt sogar die
Werkstatt-Besatzung
hinter dem Tresen
das Tanzbein.
Die Band schnurgelt
wie eine gut geölte
Machine im
Hintergrund.
Gitarrist Gulf
Schmid und Bassist
Rolf Breyer dürfen
ihr superbes Können
aber auch immer
wieder solistisch
unter Beweis
stellen, während
Drummer Rainer
Dettling für die
perfekte Basis
sorgt. Auch der
improvisierte
Auftritt der
angehenden Braut
Sabine, die von
ihren Freundinnen
beim
Junggesellinnen-Abschied
und der Band auf die
Bühne genötigt wird,
gerät keineswegs
peinlich. Ihre
souveräne und
(sicher nicht zum
ersten Mal
vorgetragene)
Version von „Black
Velvet“ hat Biss.
Zum Schluss gibt mit
George Gershwins „Embraceable
you“ noch einmal
A-cappella-Gesang ,
bevor die Band ein
letztes Mal richtig
aufdreht. Guter
Abend.

Geschmeidig durch
die Jazztunes
Von
Sabine Damhorst -
13. März 2006
Nottuln. Zum ersten
Mal fand am
Sonntagmorgen im
Rahmen der Nottulner
Kurienkonzerte des
Vereins Kunst+Kultur
eine Matinee statt.
Im Forum des
Gymnasium nahmen
Gulf Schmid
(Gitarre), Rolf
Breyer (Bass) und
Rainer Dettling
(Schlagzeug) schon
mal auf der Bühne
Platz. Dann hörte
man, noch bevor zu
sehen war, woher die
Klänge kamen, den
Refrain des Liedes
Ladys Night. Drei
attraktive Damen in
Schwarz erschienen
und wünschten dem
Publikum viel
Vergnügen mit Ladies
NYGHT The sound of
superb singing.
Dieser Sound sind
präzise Jazzvocals,
Blues, Soul, Swing
und Latin, alles
unterstützt und
getragen von
feinfühligen
Instrumentalisten.
Doodlin heißt einer
ihrer Songs, das
bedeutet so viel wie
kritzeln, etwa wenn
ein Kugelschreiber
während eines
Telefonates ziellos
über das Papier
fährt. Für das
Vokaltrio bedeutete
es, mit den Stimmen
lässig durch die
Jazztunes zu
schlendern, wie
nebenbei und ohne
Mühe. Bei Favourite
things hatte jede
Stimme ein
instrumentalisiertes
Solo. Da kamen die
verschiedenen
Temperamente von
Nanni Byl, Elke
Diepenbeck und
Barbara Leah Meyer
schön zur Geltung.
Kreativ und
facettenreich: Von
Lippentrompeten bis
zu flauschigem Samt
ließen sie frisch
und neu arrangierte
Jazzstandards
aufblühen.
Mit heiterer
Gelassenheit
moderierten die drei
Frauen sich
plaudernd durch das
Programm, um das
Angekündigte mit
gelassener
Heiterkeit
auszuführen. Bei
Learning how to fly
konnte man die
Stimmen fliegen
sehen. Dies ist
übrigens auch der
Titel ihrer CD, die
im Oktober
vergangenen Jahres
auf den Markt kam.
Einiges daraus wurde
dem Publikum
vorgestellt.
Die ziemlich
schwierigen,
professionellen
Arrangements wurden
vom
Instrumentalensemble
transparent,
gestochen und mit
Freude gespielt. Der
Gesang legte sich
darüber; mal als
kompliziertes,
polyphones
Stimmengeflecht, mal
in fein intonierten,
erlesenen Akkorden.
Die Stimmen
geschmeidig und
träge fließend und
dann wieder mit
beweglicher,
tänzerischer Anmut:
Damit wurden
unterschiedlichste
Emotionen
nachfühlbar zum
Ausdruck gebracht.
Wolkenbruchartig mit
Cloudburst oder
melancholisch in
Fiesta in blue,
fröhlich ausgelassen
bei This joint is
jumping.
Es gab viel Bewegung
auf der Bühne. Das
wirkte charmant und
spontan, nicht wie
eine Choreografie.
Bei dem Song Lovers
schauten die Ladies
zuerst suchend im
Raum nach
Verliebten, dann mit
der Hand über den
Augen in die Ferne
vielleicht in ein
Nachbarland? Nahe an
Herz und Gefühl und
natürlich in der
Ausstrahlung zeigten
sie damit
symbolisch, dass sie
kosmopolit sind, wie
die Dinge, über die
sie singen. Und
international, was
ihre Welttournee
durch die Klänge des
Jazz bewies. Dass
die Zeichen der
Liebe überall in der
Luft sind The sign
of love is
erverywhere in the
air spürte das
Publikum an der
Leidenschaft, mit
der Ladies NYGHT
singen und spielen.
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Katze
an den Tasten
Rhoda
Scott jazzt im Hof mit
"Ladies NYGHT"
Vom 02.08.2004
bär. Was gibt es Schöneres, als
am Sonntagmorgen um elf den Weg in
den Hof des Ministeriums für
Wissenschaft und Kunst anzutreten.
Wogenden Tritts, wie die Virtuosin
an der Hammond-B3, wenn sie ihre
bloßen Füße über die Tiefen
des Souls gleiten lässt, pilgert
die Jazzgemeinde zu Rhoda Scott.
Nachdem die Blues-Lady im
vergangenen Jahr zum 15-jährigen
Jubiläum mit Barbara Dennerlein
ein Orgel-Duett bestritt, trifft
Scott beim diesjährigen Jazz im
Hof auf Ladies NYGHT.
Ehe also die Lady mit dem
Whoopy Goldberg-Lächeln auf das
Gaspedal tritt, hallt erst einmal
der Dreiklang der Ladies über den
reichlich mit Jazzfreunden gefüllten
Hof. Die Sängerinnen Elke
Diepenbeck, Barbara Leah Meyer und
Nanni Byl, deren Arrangements
sowohl dem Zusammenklang als auch
dem Feature der Solostimmen
Rechnung tragen, nehmen die
Jazzfans mit auf einen Kurztrip
nach "Sansibar",
"on top of the roof" und
lehren sie ob der beschwingenden
Aufwinde das Fliegen. Zu den
Ladies gehören auch drei
Begleiter: Rolf Breyer, der die
tiefen Saiten zum Schwingen
bringt, Reiner Dettling am
Schlagzeug und Gulf Schmidt an der
Gitarre.
Mit professioneller
Leichtigkeit beginnt der Morgen
der Ladies mit verspielten "Doodle"-Sounds,
jenen klanglich in die Luft
gemalten "Kritzeleien",
die eben nur Könner zu wahren
Kunstwerken zu machen beherrschen.
Der Scat-Gesang der drei
Solistinnen vollbrachte es. Dem
einzigartigen Duke im 100. Jahr
seines Geburtstags huldigend,
beschlossen Ladies NYGHT ihr Set
mit einem Ellington-Medley.
Dann durchströmte die
Jazztunes eine lächelnde Wärme,
eine südliche, schwarze, die sich
nicht aus der Banalität des Spaßes
speist, sondern ihre Basis in der
Fülle und Schwere des Lebens hat
und viele Oktaven umfasst. Mal tänzelnd
nur mit den Füßen die Pedale
bedienend, dann wieder wie eine
Raubkatze über die Manuale
streifend und alles aus der
Hammond-Orgel kratzend, sorgte
Rhoda Scott für das echte
Blues-Feeling.
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Bremer Nachrichten/Die Norddeutsche -
16.12.2003
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Die knisternde Erotik singender
Weihnachtsfrauen
„Ladies NYGHT“ machen sich ’nen
Schlitz ins Kleid und verzaubern mit
ihrer Show das Publikum im KITO
Von unserem Mitarbeiter
Alexander Bösch
Vegesack. Mit Lametta umwickelt
sind die Mikrofone. Silbern und lila
glänzen die festlich dekorierten
Notenständer. Da schweben plötzlich
drei singende Engel in purpurnen
Weihnachtsmänteln herein, verwandeln
„Ladies NYGHT“, den alten Fetenkracher
von Kool and the Gang, im Handumdrehen
in „Yes, it’s Christmas night“, und
sofort kracht es vorweihnachtlich
unter dem anheimelnden Gebälk des KITO.
Die drei Weihnachtsfrauen, die da am
Sonnabend die „Freunde des gepflegten
Jazz“ an der Alten Hafenstraße
willkommen heißen, sind Nanni Byl,
Elke Diepenbeck und Barbara Leah
Meyer. Letztere seit gut zwei
Jahrzehnten eine feste Größe der
kanadischen Jazzszene.
In verführerisch glitzernder
Weihnachtsoptik mit roten
Stöckelschuhen und obligatorischem
Schlitz im Kleid führen die
attraktiven Nikoläusinnen durch ein
Programm jazzig-soulig bearbeiteter
Weihnachtsstandards. Das reicht von
„Santa Claus is coming to town“ und
„Winter Wonderland“ bis hin zu höchst
eigenwilligen Versionen von „Silent
Night“ und des „Little Drummer Boys“.
Mal einschmeichelnd mit
harmonisch-mehrstimmigem Gesang, mal
in bewusst schrillem Diskant, garniert
die 1995 in Wiesbaden gegründete
Gruppe ihr abwechslungsreiches
Programm mit kleinen einstudierten
Cha-Cha-Cha-Schritten und
liebenswerten Gimmicks.
Amüsant, wenn sich etwa Elke
Diepenbeck – die der jungen Barbra
Streisand verblüffend ähnlich sieht –
plötzlich mittels roter Nase und
braunem Frotteeanzug in das Rentier
Rudolpha verwandelt oder wenn die zu
kleinen Engeln mutierten Ladies sich
gegenseitig Kunstschnee über die
Häupter streuen.
Klar, dass im Sinne einer Emanzipation
mit umgekehrtem Vorzeichen auch die
Männer – sprich die Herren
Begleitmusiker – sich mal im Gesang
versuchen dürfen. Ihr Versuch jedoch
misslingt kläglich: Das „Feliz Navidad“
gerät ihnen denn doch gar zu holprig,
und die Kulturbanausen werden von den
Damen kurzerhand mit einer
Schreckschusspistole von der Bühne
geschossen.
Originell auch die weiteren
spielerischen Einlagen: Da kommen
„Ladies NYGHT“ mal im kleinen
Schwarzen von einer vorweihnachtlichen
Shoppingtour wieder und probieren mit
kindlicher Freude ihre Geschenke aus.
Da werden plötzlich Mini-Xylophone in
Form kleiner Brotbrettchen
„geklöppelt“; ja selbst ein Seitenhieb
auf amerikanische Massenprediger
bleibt nicht aus, wenn etwa der blinde
„Reverend Gimmeallyourmoney“ alias
Elke Diepenbeck in lila Kutte und
schwarzer Afroperücke plötzlich die
Bühne erklimmt und in wilden
Gospeleinlagen Geld „from the Bürgers
of Vegesack“ erbettelt.
Nie aber driften die Damen ab in die
Gaga-Gefilde alberner
Weihnachtsparodien. Mit den gängigen
Klischees der schönsten Jahreszeit
dagegen wissen die drei versierten
Jazz- und Latin-Musikerinnen recht
ironisch zu spielen.
Nach einem reichlich elegischen
australischen Weihnachtslied, das die
Damen angeblich in einem mumifizierten
Känguruh entdeckt hatten, und einer
isländischen Hymne als Zugabe, geben
die Weihnachtsfrauen den
verzückt-erotisierten Besuchern noch
einen ungewöhnlichen Tipp mit auf den
Weg: „Falls noch Wünsche übrig sind,
wünschen Sie sich doch einfach auf
eine Sternschnuppe.“ Wie viele
Besucher dieser Aufforderung
nachkamen, ist nicht überliefert.
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Die Nacht der drei Ladies |
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Vom
15.11.2003
A. W.
- Stimmgewalt, Charme und eine Prise
Erotik bringen die drei Sängerinnen
von "Ladies NYGHT" auf die Bühne des
Frankfurter Hofs. Im langen Schwarzen
mit obligatem Schlitz im Kleid sind
Elke Diepenbeck, Nanni Byl und Barbara
Leah Meyer perfekt aufeinander
abgestimmt.
Begleitet von Gitarre(Gulf Schmidt),
Bass (Rolf Breyer) und Schlagzeug
(Rainer Dettling) präsentieren sie ihr
breitgefächertes Programm. Es ist
mitreißend, mal laut, mal leise sind
die Töne, melancholisch die Ausflüge
auf den musikalischen "Schrottplatz
der Liebe". The Lady is a tramp und
besonders schön singt sie, wenn sie
traurig ist. Jazz und Swing mit
funkigem Einschlag, melancholischer
Blues, sinnlicher Latin und fetziger
Soul begeistern die wenigen Zuschauer.
Eine
Kostprobe aus dem Weihnachtsprogramm
der Formation gibt es zudem. Ein
bisschen von allem und das gekonnt
professionell präsentiert. Duke
Ellingtons wunderbarer Jazz und Cool
and the Gangs Funk klingen nach beim
Verlassen der Nacht der Ladys. |
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15.11.2003
Drei
Damen gegen Depression
"Ladies
NYGHT" servieren im Frankfurter Hof ein
swingendes Heilmittel
MAINZ.
Das war jetzt genau das Richtige: Mit
geballter Frauenpower gegen die langsam
einsetzende Winterdepression. Das
Heilmittel gegen Trübsal und Leid heißt
"Ladies NYGHT" und hat eine eigentlich
ungeheuer simple Rezeptur: Man nehme drei
Sängerinnen, füge Schlagzeug, Bass und
Gitarre hinzu und lasse das fertige
Sextett auf Blues, Swing und Latin los.
Aber Vorsicht - die Suchtgefahr ist groß!
Wenn die drei Ladies erst einmal so
richtig loslegen - und das tun sie im
Frankfurter Hof von der ersten Minute an -
gibt es kein Entkommen mehr.
Nicht,
dass irgend jemand auf die Idee gekommen
wäre, zu entfliehen: Selbst hartgesottene
Pessimisten hätten hier einen Lichtblick
entdecken können. Denn eine Welt, in der
es solche Musikerinnen und solche Musik
gibt, kann nicht ganz schlecht sein. Nur
hätten sie dafür erst einmal kommen
müssen. Das überschaubare Publikum machte
nämlich nicht den Eindruck, als hätte es
diese Medizin gegen graue Gedanken nötig
gehabt. Aber egal, "Ladies NYGHT" ist in
jeder Stimmung ein Genuss. Die drei
Sängerinnen um Nanni Byl machen
schließlich kein vordergründiges
Partygedudel, sondern überaus lebendige,
wunderschöne Musik.
Obwohl
sie weitgehend konventionelle
Songstrukturen nutzen und ihre
raffinierten Arrangements schlicht und
unprätentiös daherkommen, verleihen diese
Frauen den alten Songs eine Frische, die
unerhört scheint. Und das liegt nicht nur
an ihrer Ausstrahlung, dem überbordenden
Charme und der unbändigen Freude an ihrer
eigenen Musik, sondern in erster Linie an
der Verbindung aus emotionaler Intensität
und ungezwungener Natürlichkeit ihres
Gesangs. Ob nun Elke Diepenbeck vom
"Schrottplatz der Liebe" schwärmt, ob
Barbara Leah Meyer von der Flucht über den
Fluss träumt oder Nanni Byl beim Scatten
fast ausflippt - jede Einzelne der drei
erfüllt ihre Aufgabe mit
zweihundertprozentigem Einsatz und ebenso
großer Perfektion. Und das, obwohl die
Rollen ständig wechseln: Festlegen lässt
sich keine der Sängerinnen, ihre
Vielseitigkeit ist ihr Merkmal.
Bei
soviel Frauenpower darf zwar manche
Kollegin vor Neid erblassen und mancher
Mann Angst um seine Überlegenheit
bekommen, doch keine Angst: Auch Ladies
NYGHT verzichtet nicht ganz auf die
Herren. Die sorgen nämlich für die
instrumentale Begleitung, die man
eigentlich nicht Begleitung nennen darf.
Denn auch diese drei platzen vor Vitalität
und können ihre Lust am Spielen kaum
verhehlen. Zusammen gibt das dann einen
hoch explosiven Mix, der wirklich jeder
schlechten Laune den Garaus macht.
Matthias
Mader
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Santa Clause auch aus Japan - |
Ein
Weihnachtslieder-Medley: „Ladies NYGHT“ in
den Kammerspielen
Vom 24.12.2002
joe – „Ladies NYGHT“ sind Jazz, Blues,
Soul, Rock, Latin. „Ladies NYGHT“ sind
Nanni Byl, Elke Diepenbeck und Amy Zahedi.
„Ladies NYGHT“ sind nicht nur großartige
Sängerinnen. Die drei sind Entertainment
pur. „XX' mas NYGHT“ hieß ihr
Weihnachtsliederprogramm von Michael
Jackson und Südtiroler Jodler bis zu Georg
Friedrich Händel.

Die
drei aus dem Singerland: Elke
Diepenbeck, Nanni Byl und Amy Zahedi (v.
links).
Bild: hbz/Schäfer
Was sich
nach einer Tour de force unvereinbarer
Stilrichtungen anhört, wurde in den
Mainzer Kammerspielen dank der
Arrangements und der vergnüglichen Show zu
einem Genuss für Ohren und Augen.
Hinter
ihren glänzenden Frontfrauen, Amy Zahedi
war leider zum letzten Mal mit dabei,
haben es die drei „Knechte“ natürlich
schwer. Dabei wirkt alles, was Gulf Schmid
an der Gitarre, Rolf Breyer am Bass und
Schlagzeuger Rainer Dettling anpacken, so
mühelos souverän, dass man glatt vergessen
könnte, wie viel Arbeit und
Einfühlungsvermögen dahinter stecken, bis
sich dieses perfekte Zusammenspiel
einstellt.
Opener
war ein solide swingender „Santa Clause is
coming to town.” Ein eben mal so
eingestreutes Weihnachtslieder-Medley ließ
nur den Wunsch offen, die Lieder in ganzer
Länge zu hören. „Beautiful Star of
Bethlehem“ geriet mit Hilfe des Publikums
zum fröhlichen Cajun-Schunkler mit eigener
Zugabe. Schluss mit lustig war es, als mit
„Lully lulla“, einem australischen
Traditional, ein trauriges Lied
angekündigt wurde, und das Ergebnis dürfte
wirklich das Allerherzzerreißendste
gewesen sein, das jemals zu Gehör gebracht
wurde. Zum Glück hielt danach „Blind
Reverend Diepenbeck“ als beseelter
Verkünder des wahren Glaubens seinen
Einzug. „God is moving“, ursprünglich ein
Gospel von Sandra Crouch, verwandelten
Elke Diepenbeck mit angeschwärzter Stimme
und die Resttruppe in einen brodelnden
Vulkan in bester James Brown-Manier. Die
„Harlem-Show“ war perfekt, als es das
Kammerspiele-Publikum nicht mehr auf den
Sitzen hielt.
Klar,
danach konnte es in dieser Richtung keine
Steigerung mehr geben. Die packten „Ladies
NYGHT“ dann mit dem in japanischer Sprache
- keine Parodie - gesungenen „White
Christmas.“ Und zum Schluss noch ein
offener Wunsch auf dem Wunschzettel: Warum
könnte nicht die Ladies
NYGHT-Weihnachts-CD wiederaufgelegt
werden, damit das Warten auf die nächste
„XX' mas NYGHT“ nicht so lange wird? |
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So wenig wie die Bezeichnung "Vokaltrio" der
Darbietung gerecht wird, so wenig greifen auch
andere gängige Beschreibungen für diese Art
von Ladypower. Hier haben sich sechs Akteure
gefunden, die vor Einfallsreichtum sprühen und
die neue Wege jazziger Unterhaltung weisen.
(Darmstädter
Echo) |
Ein Spiel der Gefühle, untermalt mit feurigen
brasilianischen Rhythmen und der überzeugenden
Darstellung einer ausdrucksstarken Gestik und
Mimik. Die Ladies überzeugten mit dem
Repertoire ihrer Gesangsleistung. Und Gulf
Schmidt,
Rolf Breyer sowie Rainer Dettling sorgten für
eine packende Begleitung, bei der auch
phantastische Soloeinlagen nicht zu kurz
kamen.
(WZ) |
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A capella singend schreiten die drei von der
Klangstelle in den Saal. Mit hinreißend
dargebotenem Swing, Bebop, Funk und wundervoll
fetzigem südamerikanischen Feeling heizt die
Ladypower hoch drei mächtig ein, inspiriert
sich gegenseitig bei den wechselnden Soli.
(Wiesbadener
Tagblatt) |
Sympathischer Genuß für Ohren und Augen ist
neben aller Attraktivität und lustvoll
kredenztem Können das Fehlen jeglicher
Konkurrenz...
(Wiesbadener
Tagblatt) |
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Einmalig ist auch das musikalische Repertoire,
das "Ladies Night" zu bieten hat. Am Samstag
entrollten die jungen Damen ihren aus
verschiedenen musikalischen Stilrichtungen
gewebten Klangteppich, der längst zum
Markenzeichen des Trios "Feminal" geworden
ist.
(Aar-Bote)
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Kritik des Auftritts vom
03.09.2010 in Kaiserlautern bei
"Jazztime in K'Town". Zum Öffnen
des PDF bitte
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für eine
Kritik des US Musik-Magazins
Cadence zu unserer
CD "How To Fly" im PDF Format.
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